
Ein persönlicher Recap
Wenn du mir schon länger folgst, dann weißt du, dass 2025 ein recht durchwachsenes, aber auch gleichzeitig ein sehr erfüllte Jahr für mich war. Zu Beginn des Jahres war ich allerdings öfter krank und hatte mir dann auch noch den kleinen Zeh gebrochen, sodass die Skisaison 2025 für mich komplett ausfiel. Deshalb habe ich mich auch schon sehr auf den Start in 2026 gefreut.
Der erste Skitag war perfekt: Neuschnee, minus 6 Grad, Sonnenschein – und am Ende des Tages mit dem Aussteigen aus dem Schlepplift: ein Riss des Innenmeniskus und die Abfahrt mit der Bergrettung ins Tal.
Das war schmerzhaft. Ich konnte auf das linke Bein nicht aufsteigen, brauchte fürs Schuhe und Hose ausziehen Unterstützung und wusste nicht, wie ich daheim zurecht kommen soll.
Das hat mich dazu gebracht mir Gedanken zu machen: Wozu dient uns Schmerz in unserem Leben?
Wenn du dich von der Geschichte angesprochen fühlst, dann lies weiter. Im heutigen Blogartikel gehe ich darauf ein, was wir oft machen wenn Schmerz anklopft und wie du ihn für dich “nutzen” kannst.

Wann entsteht Schmerz überhaupt?
Schmerz hat viele Gesichter. In meinem Fall habe ich vor allem körperlichen Schmerz gespürt, der von der Verletzung meines Knies ausging. Es gibt aber neben körperlichen Schmerzen auch emotionale Schmerzen, die sich aber nicht minder stark und einschränkend anfühlen können. Im Grund fängt das Erleben von Schmerz schon früh an, nämlich oft dort, wo wir mit den Widrigkeiten des Lebens konfrontiert sind, also überall dort, wo etwas anders passiert, als wir uns das vorgestellt haben.
Du steigst in der Früh ins Auto und es springt nicht an. Du kommst gut gelaunt ins Büro und dein Kollege verdirbt dir mit seiner schlechten Stimmung den Tag. Du möchtest entspannt des Familienurlaub geniessen, deine Kinder streiten sich aber die ganze Zeit. Du willst einen tollen Skitag genießen und freust dich auf die gesamte Saison und verdrehst den Ski und musst verletzt abbrechen.
Je größer die Widrigkeit ist, die uns begegnet, desto größer kann der Widerstand damit und damit Hand in Hand das Gefühl von Schmerz sein.
Kommt dir das bekannt vor?

Was wir überlicherweise tun, hilft uns nicht weiter. Ganz im Gegenteil, es verstärkt den Schmerz meistens noch. Doch du kannst auch anders wählen. Wie? Das verrate ich dir.
Schmerz – ein ungeliebter Begleiter
Wir haben unterschiedliche Strategien mit Schmerz umzugehen. Aus meiner Ausbildung zur Into Being Mentoring und unzähligen Gesprächen mit Kolleginnen und Klientinnen weiß ich aber eines: zu 90% hat diese Strategie mit Ablehnung und Verdrängung zu tun.
Wir halten die Türe zu, weil wir den Schmerz nicht fühlen wollen. Es ist unangenehm. Es schmerzt.
Ich habe damit gehandert, dass ich jetzt wieder nicht skifahren kann. Ich habe mich selber für den Fehler, den ich gemacht hatte, der zum Unfall geführt hat, verurteilt. Ich habe mich geärgert und geweint und war aufgebracht. Ich habe mich im Drama verstrickt und es damit nur noch aufgebauscht. Und das ist erst mal alles ok.
Was wir oft tun, ist, wir lenken uns ab. Durch Essen, Social Media, viel arbeiten, viel Sport, Netflix Serien, Parties, Dienstreisen, … you name it.
Aber es hilft uns nicht weiter. Je kräftiger wir die Türe zu halten, desto lauter wird er, der Widerstand und der Schmerz.
Kennst du das?

Raus aus der Spirale
Meine Mentorin, Dana Schwandt, sagt immer: Das war wir nicht aussprechen, sind wir gezwungen zu leben. Ich gehe hier sogar noch einen Schritt weiter und sage: das, was wir nicht fühlen, sind wir gezwungen zu leben. Das bedetuet, der Weg raus aus der Spirale an Schmerz – Widerstand – Tür zu halten – größerer Schmerz – größeres Drama – noch mehr Tür zu halte ist: den Schmerz wahr- und anzunehmen.
Ja er ist. Ja etwas ist so ganz anders gelaufen, als du es dir vorgestellt hast. Ja da sind jetzt ganz viele Gefühle da: Trauer, Wut, Ärger, Hilflosigkeit, Ohnmacht. Aber die wollen da sein. Es macht keinen Sinn, die Türe zuzuhalten, denn dann werden sie nur noch lauter.
Ich bin überzeugt davon, dass uns Schmerz, und alle Gefühle die damit Hand in Hand gehen, etwas sagen wollen. Nur dafür müssen sie gehört werden. Sie brauchen Raum und Zeit sich zu entfalten. Sie müssen ihre Stimme erheben können und dafür musst du etwas leiser werden.
Wenn du tief in dich hinein spürst, fühlst du was ich meine?
Wie du dich selber abholen und die Power wieder zu dir zurück holen kannst
Das erste, was ich während Mentoring Sitzungen gefragt werde, ist: Wie mache ich denn das? Wie gebe ich denn meinen Gefühlen Raum?
Ja, das ist eine gute Frage und grundsätzlich auch sehr individuell würde ich sagen.
Den ersten Tipp den ich dir geben kann, ist: ruhig zu werden und Raum zu schaffen. Dann darfst du bei dir forschen: wobei wirst du ruhig? Was lässt dich innerlich weit werden? Und dann mach diesen Raum noch weiter auf. Lass den Schmerz, die Trauer, den Ärger, die Wut, das körperliche Emfpinden einfach mal da sein. Weite es sogar noch aus. Atme in das Gefühl, den Widerstand, den Schmerz hinein. Gut so.
Wie fühlt es sich jetzt an?
Wenn du noch einen Schritt weiter gehen möchtest, dann frage den Schmerz oder das Gefühl: Was möchtest du mir sagen?
Und dann werde leise und lausche.
Du wirst erstaunt sein, welche Antworten bereits in dir stecken und wie klar sie sind, wenn sie da sein dürfen!

Die Into Being Methode ist keine klassische Methode, in der du dir neue, schönere Geschichten zu einer schmerzvollen Erfahrung erzählst.
Sie geht viel tiefer und arbeitet viel ganzheitlicher. Erst wenn du dein Bewusstsein dafür schärfst, was du immer wieder machst, wenn Widerstand und Schmerz auftauchen, erst dann kannst du es ändern. Das ist eine ganzheitliche Erfahrung, die du für dich immer wieder abrufen kannst.
- Bist du gerade in einer herausfordernden, schmerzvollen Situation und möchtest da wieder heraus finden?
- Möchtest du eine Schicht tiefer gehen und heraus finden, was dahinter liegt?
Dann freue ich mich, dich als Mentorin begleiten zu dürfen.
Details zu meinem Angebot findest du hier: One on one Mentoring Session nach der Into Being Philosophie.
Ich freue mich auf dich.
Deine Julia
Danke, dass Du diesen Beitrag teilst!
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