Wenn du an einer Weggabelung stehst und überlegst in welche Richtung du gehen sollst, dann brauchst du am besten zwei Dinge: einen guten Draht zu deinem Bauchgefühl, auch Intuition genannt und eine Portion Mut. Warum? Weil wir uns hier immhin für einen von möglichen zwei, oder sogar mehreren, Wegen entscheiden. Wenn wir uns für eine Option entscheiden entscheiden wir uns automatisch immer gegen die andere.
Je unsicherer der Ausgang unserer Variante ist, je neuer der Weg ist den wir gehen möchten, je weniger Erfahrung wir mitbringen, desto größer ist die Portion Mut die wir brauchen. Bei Bekanntem können wir ja schon gelernte Strategien abrufen und im Notfall anwenden. Wenn wir einen neuen Weg einschlagen fehlt uns schlicht weg eines: die Erfahrung. Und mit dieser Erfahrung kommt auch oft das nötige Vertrauen ins uns selbst. Aber ich verrate dir an dieser Stelle etwas: das nötige Vertrauen kommt auch, wenn man übt, Wege zu gehen, die neu für uns sind. Warum ist das so?
Ich glaube jedes mal wenn wir uns wirklich FÜR etwas entscheiden, wenn wir uns auf den Weg machen, dann senden wir auch eine Botschaft an eine sogenannte höhere Macht. Egal ob ich das jetzt das Universum nennen, die göttlich Kraft, das große Ganze, dass wir oft spüren das aber für uns nicht messbar ist: es gibt etwas das ist größer als wir. Es ist nicht sichtbar, es ist vielleicht nicht messbar, aber es ist auf jeden Fall hier, um uns auf unserem Weg zu begleiten, uns zu unterstützen und uns sogar leiten. Was will ich damit sagen? Wir brauchen nicht immer den Masterplan von unserem Leben oder von einem Ziel auf das wir zugehen möchten. Wir brauchen eine Richtung und wir müssen einen Schritt vor den anderen setzen. Wir können natürlich auch einen Plan machen. Aber gerade in den Momenten in denen wir zweifeln, ob wir da richtig sind, in denen wir vielleicht grad nicht so genau wissen, wie es weiter gehen soll, genau dann kommt wie von etwas Größerem gesendet Hilfe und Unterstützung zu uns. Dies kann in ganz unterschiedlicher Form passieren: Menschen, Schilder, Angebote, eine Idee, ein Satz den jemand ganz ohne Grund fallen lässt.
Hier ein Beispiel aus meinem Leben: bevor ich mich damals für die Yogalehrerausbildung entschieden habe, habe ich gespürt es muss da noch mehr geben in meinem Leben. Ich hatte mir dann vorgenommen mehr für meine Gesundheit zu tun. Ich hatte diesen Gedanken kaum fertig gedacht, da hat mir meine damalige Yogalehrerin (Eva Ananya) die Teilnahme zu einem Workshop vorgeschlagen. Eine gute Woche danach, habe ich mich für die Ausbildung angemeldet und damit den ersten von vielen Schritten in Richtung eines völlig neuen Lebens getan.
Das überzeugt dich immer noch nicht? Du stehst gerade an so einer Weggabelung und weißt nicht so recht welchen Weg du einschlagen sollst?
Dann mach mit mir folgende Übung: schließe die Augen und stelle dir vor du triffst dein 80 jähriges Ich in ihrem Haus oder Garten. Sie sitzt gemütlich mit einer Tassee Kaffee da und lässt sich genüsslich die Sonne ins Gesicht scheinen. Sie reflektiert und lässt ihre Gedanken und die Vergangenheit schweifen: genau zu dem Moment, wo du jetzt gerade stehst. Stell dir ihre Sicht der Dinge vor und frage dich:
* Welchen Weg bin ich gegangen?
* Welche Erfahrungen habe ich gemacht?
* Welche Bilder siehst du in dir aufsteigen?
* Welche Gefühle sind mit diesen Bildern verbunden?
* Ist mein älteres Ich stolz dass ich mich für diesen Weg entschieden habe?
* Verglichen zu anderen Entscheidung die du bis dahin getroffen hast bzw. alle die danach gekommen sind (dein älteres Ich weiss natürlich wie alles gekommen ist), wie bedeutend ist diese Entscheidung?
* Kannst du etwas richtig oder falsch machen oder kannst du eigentlich immer nur Erfahrung sammeln?
Dieses herauszoomen aus einer Situation lässt uns wieder den Überblick gewinnen. Oft wird in Entscheidungssituationen das Gespenst der ungelösten Dinge so riesig, dass wir vor lauter Wald die Bäume nicht mehr sehen. Alles verschwimmt und wird unklar. Wie sollen wir uns entscheiden, wenn wir unklar sind? Ein bisschen Abstand, ob räumlich oder zeitlich, lässt die Dinge oft wieder klarer werden. Vieles relativiert sich, wenn man es im Kontext eines ganzen Lebens oder anderer Lebensentscheidungen sieht.
Lass mich unten in den Kommentaren gerne wissen ob dir diese Übungen geholfen hat bzw. welche Strategien du anwendest um den Mut aufzubringen, Entscheidungen zu treffen. Ich freue mich auf deine Inspiration.

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