Selbst bewusst sein

Die etwas unkonventionelle Sichtweise auf das Thema Detox

Das Wort Detox kommt aus dem Englischen und ist die Abkürzung für Detoxification, was so viel bedeutet wie Entgiftung. Darunter kann man die sehr traditionelle Form der Entgiftung verstehen, nämlich das phyische Entfernen von giftigen Substanzen aus dem Körper, das bei uns auch als fasten bekannt ist.

Wenn man den Blickwinkel etwas weiter aufmacht, dann geht es bei Detox oder Entgiften nicht nur um physiologische Vorgänge im Körper, sondern auch im weitesten Sinne um das Entfernen von allem, was dir nicht gut tut, was dich sozusagen auf lange Sicht “vergiftet”. Und mit dich meine ich hier: deine Energie, deinen Spirit, deine Stimmung, dein Wachstum, deinen Körper, deine Gedanken, deine Beziehungen etc. Und genau um diese erweiterte Sichtweise von Detox geht es in diesem Artikel.

Heute stelle ich dir 4 unkonventionelle Detox Themen vor. Im Sinne meiner eigenen Denkweise, nämlich, dass du immer mit der Fülle verbunden bist und nicht mit dem Mangel, erzähle ich dir heute nicht, was du weglassen sollst, sondern was du in deinem Leben bekommst, wenn du diese 4 Themen für dich bewusst betrachtest:

  • Detox von Social Media
  • Detox von schlechten Beziehungen
  • Detox von schlechten Gewohnheiten
  • Detox von schlechen Gedanken

  1. Detox von Social Media oder feiere deine Originalität

Ich denke, dass der Glaubenssatz der auf Social Media am meisten getriggert wird jener von”Ich bin nicht gut genug” ist.

Warum? Weil du dich mit einer Welt der bunten Bilder und (kleinen) Ausschnitte von dem Leben anderer vergleichst.

Sich zu vergleichen ist etwas, dass unser Gehirn ganz automatisch macht und das ist auch per se nichts Schlechtes. Im bewussten Umgang damit und wenn du gut mit dir selber in Verbindung stehst, dann kann der Vergleich auch als Inspiration dienen. Wir sind allerdings in unserem Alltag bis zu 90% unbewusst unterwegs und dann erzeugt der Vergleich sehr oft das Gegenteil, nämlich ein Gefühl von Mangel. Und ein Gefühl von Mangel lässt dich selten offen und in deiner wahrn Größe durchs Leben gehen sondern viel mehr mit dem Gefühl von “klein sein” und “ungenügend zu sein”.

Aber Schluss mit den kleinen Gefühlen. Wie kannst du das für dich auflösen?

Vergleiche

Gönn dir eine Pause

Anstatt jetzt die App ganz zu löschen und dir auch die Möglichkeit zu verwehren, tolle und inspirierende Profile und Botschaften zu finden kannst du einen bewussteren Umgang damit wählen. Beispiele hierfür können sein:

  • Leg bewusst Social Media freie Tage ein. Hier kann du die App sogar ganz löschen um zu sehen was passiert, wenn du nicht automatisch nach dem Handy greifst, um zu sehen, wer was postet.
  • Starte bewusst damit in den Tag, dich mit dir zu verbinden statt mit dem Außen. Du kannst eine kurze Meditation oder Körperreise machen und dir aufschreiben, wofür du gerade sehr dankbar bist in deinem Leben. Stell dir vor, was du an diesem Tag alles machen möchest und vor allem mit welchem Gefühl du in den Tag starten möchest.

2.  Detox von schlechte Beziehungen oder lebe deine Wahrheit

Eine Yogalehrerin von mir hat einmal gesagt: es wird in deiner Umgebung immer Menschen geben, die dich unterstützen und es wird solche geben, die dich heraus fordern. Und beide brauchst du für dein Wachstum.

Wo meiner Meinung nach eine Grenze zu ziehen ist, ist, bei Freundschaften und anderen Beziehungen wo du nicht mehr du selber sein kannst. Es gibt, denke ich nichts Vergiftenderes, als mit einem Menschen Zeit zu verbringen bei dem du ständig das Gefühl hast, du musst dich verstellen und anders sein, als du bist.

Mut zu deiner Wahrheit

Anzeichen dafür, dass du dich mit Menschen so wohl fühlst, dass du du selber sein kannst können sein:

  • Du fühlst dich nach der Begegnung leicht und beschwingt, wie wenn sich deine Energie angehoben hätte
  • Es findet ein Austausch statt und echtes Interesse von beiden Seiten
  • Du kannst ganz du selber sein, in der Art was du sagst und wie du es sagst
  • Es stellt sich ein Gefühl von Weite und Freiheit ein statt Enge und “geduckt sein

Wenn du bereits einen Verdacht oder Gefühl hast (und das haben wir meistens), dass es Personen in deinem privaten oder beruflichen Umfeld gibt, bei denen du nicht so sein kannst wie du bist, dann prüfen die oben angeführten Punkte und vertraue deiner inneren Stimme (lies dazu auch einmal in den Artikel “Was macht dich lebendig” rein).

Was brauchst du wirklich?

Hier gilt dasselbe wie oben: du musst nicht sofort eine langjährige Freundschaft kündigen oder eine Arbeitsstelle verlassen. Was in deinem Verantwortungsbereich liegt, kannst du aber sehr wohl beeinflussen und das ist eine ganze Liste:

  • Kommuniziere, dass du mehr Zeit für dich brauchst und ziehe dich mal eine Zeit lang zurück
  • Vielleicht kannst du mehr Homeoffice einbauen
  • Spüre hinein, wie es dir mit dieser Detox Zeit geht: fehlt dir überhaupt etwas, wenn du deinen Freundin nicht triffst?
  • Leg Intervalle fest, die für dich passen. Prüfe auch beim nächsten Treffen wieder die oben angeführten Punkte: wie fühlst du dich, wenn du diese Freundin triffst oder im Büro bist?
  • Kannst du Netzwerke, Freundschaften, Beziehungen vertiefen, die dir gerade gut tun? Wo ist der Unterschied zu denen, die dir nicht gut tun.

Gehe ganz liebevoll und spielerisch an die Sache heran. Erlaube dir, hier ForscherIn deiner eignen Gefühlswelt zu werden und am Ende deiner Forschungsreise und Detox Zeit genau zu wissen, was du möchtest und was dir gut tut und was nicht.

3. Detox von schlechten Gewohnheiten oder wie du dich selber lernst zu lieben

Jeder von uns hat sie und jeder von uns kennt sie: die schlecht Gewohnheit. Ehrlich gesagt möchte ich hier gar keine bestimmte nennen, denn letztendlich ist es wie bei den anderen Detox Themen: der bewusste Umgang macht den Unterschied. Was ich dir gerne mitgeben möchte, ist, dass die Gewohnheiten oft zu Ersatzhandlungen werden, wenn wir uns z.B. eigentlich nach etwas anderem sehnen oder wenn wir z.B. ein bestimmtes Gefühl nicht fühlen wollen. Und, dass alles, was du dir einmal antrainiert hast, auch wieder umtrainieren kannst. Du hast immer die Wahl, auch wenn es sich gerade bei schlechten Gewohnheiten nicht so anfühlt.

Selbst – Bewusstsein als Schlüssel zum Erfolg

Wie kannst du dich jetzt daovn frei machen?

Zuerste einmal möchte ich gerne, dass du definierst, was deine schlechte Gewohnheit ist. Das liegt ja vielleicht im Auge des Betrachters. Wahrscheinlich ist es etwas, dass du öfter machst, wo du allerdings weißt, dass es dir nicht gut tut.

Mach mit mir zusammen einmal eine kleine Übung:

Stell dir an den Ort, wo du diese Gewohnheit üblicherweise umsetzt, ein Glas auf. Jedes Mal wenn du zu dieser Gewohnheit zurück greifen möchtest, nimm eine Murmel (oder etwas ähnliches) und leg diese Murmel in das Glas. Nimm dir dann 5 Minuten Zeit und schließe mal deine Augen. Atme ein paar mal tief ein und aus. Und dann frage dich: was ist das eigentliche Gefühl, dass du hier befriedigen möchtest? Was ist denn der tiefe Wunsch deiner Seele, dass sie mit diesem Gefühl an dich kommuniziert?

Oft belohnen wir uns mit dieser schlechten Gewohnheit. Paradox oder? Denn in Wirklichkeit weißt du ja, dass sie deinem Körper, Geist oder Seele oder allen dreien nicht gut tun, sondern eigentlich schadet.

Durch welche Belohnung könntest du diese Gewohnheit ersetzen, die dir wirklich förderlich ist? Hier ein paar Möglichkeiten:

  • Suche dir eine Meditation, die dir besonders gut gefällt. Am besten eine, die dir das Wunder, dass dein Körper jedes Mal vollbring, vor Augen führt. Lehne dich zurück und lausche nach innen. Kannst du diese Befriedigung und die Liebe, die dir diese Gewohnheit verschafft hat, in dir selber finden?
  • Suche dir eine einfach Atemübung aus und dich mit dieser Übung für 5 Minuten zu dir zurück. Was hat sich an deinem Verlangen geändert?
  • Leg dir ein Tagebuch zurecht und schreib eine Seite nur Dinge auf, für die du dankbar bist in deinem Leben. Spürst du die Verbindung zu deiner inneren Fülle?
  • Formuliere dir positive Glaubenssätze, die dich dabei unterstützen, neue Gedanken zu denken, z.B: “Mein Körper ist mein Tempel und ich tue alles, um ihn dabei zu unterstüzen, jeden Tag Wunder zu vollbringen”, “Meine neue Überzeugung […. setze hier gerne ein] trägt mich durch meinen Tag” “Ich entscheide was ich tue und was ich lasse” … etc.
  • Geh eine kleine Runde an der frsichen Luft. Hat sich dein Bedürfnis danach verändert?

4. Detox von schlechten Gedanken oder deine Gedanken sind immer freiwillig

Wir haben sehr oft in unserem Alltag das Gefühl, dass wir den Umständen im Außen wie unseren Gedanken ausgeliefert sind. Ganz so ist das nicht. Gedanken und Überzeugungn formen sich schon sehr früh in unserer Kindheit. Von unseren engsten Bezugspersonen, wie z.B. Eltern, Verwandten aber auch Lehrern und Freunden, bekommen wir mit, wie man was tun soll und warum. Diese Bezugspersonen haben ihre Glaubenssätze und Bewertungen auch mitbekommen und geben sie meistens mit bestem Wissen und Gewissen weiter. Das bedeutet aber nicht, dass sie einer allgemein gültigen Wahrheit unterliegen. Sie sind eben die Wahrheit von einer bestimmten Person oder eben von uns.

Kleiner Exkurs: gäbe es eine allgemein gültige Wahrheit, dann würden ja alle Menschen die Welt gleich sehen und wären alle derselben Meinung. Das ist aber nicht so, also kann es keine allgemein gültige sondern nur eine individuelle Wahrheit geben (Lies dazu auch in diesem Blogpost nach, welche 2 Sprachen wir als Menschen lernen.)

Wie du lernst, deine Gedanken frei zu wählen

Wir haben also Überzeugungen von unserer Umgebung und von unserer Erfahrung abgeleitet. Wir können aber auch jederzeit wählen, eine Siutation neu zu sehen oder der Situation eine neue Bewwertung zu geben. Das ist eigentlich nur eine Frage der Perspektive die wir einnehmen.

Lass uns gemeinsam ein kleines Experiment machen: wähle einen Gedanken, den du denkst, der dich aber schon seit längerer Zeit stört und von dem du intuitiv weißt, dass er dir nicht gut tut, ja dich sogar langsam aber doch innerlich vergiftet.

Meditation und Atmung

Gehe zurück in deine Vergangenheit und spüre mal in dich hinein: in welcher Situation ist dieser Gedanken das erste Mal entstanden. Aus welcher Situation hast du diesen Gedanken als Schlussfolgerung für dich mitgenommen?

Dann nimm im wahrsten Sinne des Wortes eine neue Perspektive ein: wenn du die Situation aus einem anderen Blickwinkle betrachtest, vielleicht sogar aus der Sicht eines anderen Menschen, könntest du die Situation anders, also neu bewerten? Und welcher Gedanken würde denn jetzt daraus entstehen?

Vielleicht machst du hier die Erfahrung, dass deine Sichtweise nur eine von vielen Möglichkeiten ist. Und, dass du immer eine neue Überzeugung, einen neuen Gedanken wählen kannst.

Schreib dir diesen neuen Gedanken auf ein Post – it und hänge es irgendwohin, wo du es mindestens einmal am Tag lesen kannst.

Starten wir gemeinsam

Wenn du etwas, dass dir nicht gut tut weg lässt, egal ob das das Vergleichen auf Social Media, schlechte Beziehungen oder alte Gedanken sind, die dich runter ziehen, dann kannst du auf jeden Fall nur gewinnen:

  • Die Freiheit du zu sein
  • Die Freiheit, unterstüztende Gedanken zu wählen
  • Die Freiheit, deine Originalität zu sehen und
  • Die Freiheit, deinen Tempel, zu hegen und zu pflege sodass dein Geist und deine Seele gerne drinnen wohnen.

Wird das immer ein Kinderspiel sein? JEIN. Es kommt darauf an, wie wichtiger dir dieses Detox Thema ist und wie groß der Wunsch ist, die wieder freie zu fühlen bzw. die oben genannten Punkte zu spüren. Darum lade ich dich ein: krempel nicht sofort alles um. Dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass dir dein Kopf einen Film dreht. Aber suche dir zumindest einen der oben genannten oder ein eigenes Detox Thema aus und lass dich von diesem Artikel dazu inspirieren, zu schauen, welche Fülle dieses Thema in dein Leben bringt.

Video Workshop Jahresabschluss

Ganz besonders möchte ich dich zu zwei besonderen Wochen in der online Yoagruppe einladen. Von 15. – 19.02. werden wir mit dem Thema Detox rund dem Morgen Yoga Flow, einer Mischung aus Meditation und Yogapraxis auf der Matte, in den Tag starten. In der Meditation richtest du deine Gedanken bewusst aus und hebst die Energie für den Tag an. Die Asanapraxis wird vor allem reinigende Drehungen beinhalten, die das “Detoxen” unterstützen.

Die zweite Woche steht unter dem Thema “Transformation”, weil es natürlich eine gewisse Durchsetzungskraft braucht, um deine Transformation vom Mangel in die Fülle durchzuziehen. Hier erhältst du jeden Tag ein Video, dass deine Mitte stärkt und somit auch die Feuerenergie und Transformationsenergie aktiviert. Für die Termine kannst du gerne im online Yoga Kalender nachsehen.

Ich freue mich gemeinsam eine bewusste Zeit mit dir auf der Matte zu verbringen.

Namaste und bis bald,

Julia

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